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MATTHIAS
SCHAMP
aktionskunst
ausstellungshalle saal 2

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1.
Vernissage
Matthias Schamp
im Kunstkäfig
Essen

Während P. Friese vom Museum Weserburg Schamps Schaffen in die aktuelle Kunstszene einordnete, bewegte sich gelegentlich die Watte

Mit einer „Hamster-Performance“ stellte sich Matthias Schamp, der siebte Kunstkäfig-Stipendiat, mehr als 200 Kunstinteressierten vor - und untertraf alle Erwartungen.


matthias schamp / hamsterperformance


Matthias Schamp: Zeichengeber, seit 1964 beschäftigt mit dem Verrücken von Dingen, Radioplastiker, Abwesenheits-Performancer, Westernroman-Autor, Günter-Bruno-Fuchs-Gedächtnistrinken-Initiator, Speckspender („Acht Pfund für Freckenhorst“)
und Grünspender-Erfinder

die Liste der Tätigkeitsfelder des neuen Kunstkäfig-Stipendiaten ist ebenso lang wie irritierend.

So durften die Gäste am Abend des 7. September 2001 in der Halle I der Sutter-Gruppe gespannt sein, was sie diesmal im Kunstkäfig erwarten würde.


Den Erwartungshorizont unterschreiten - JETZT!

Dass zeitgenössische Kunst ein durchaus gespanntes Verhältnis zu den konventionellen Erwartungshaltungen ihrer geneigten Betrachter hat, dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben. Und Schamp bekannte sich ganz unumwunden auf seinem die „Hamster-Performance“ begleitenden Flugblatt zu seiner Ambition: „Den Erwartungshorizont unterschreiten - JETZT!“ Aus dem Gesamtinhalt seiner neuen Atelier-Behausung - Schreibtischen, Stahlregalen, Pappkartons, Bilderrahmen, Werkzeugen, Stühlen usw. - hatte er ein monströses, würfelförmiges Hamsterhaus gezimmert und sich vor Einlass der ersten Gäste darin versteckt.

Sehr leicht wackelnde Watte

Der Zugang zu diesem geheimnisvollen Hamsterbau, ein bodennahes enges Schlupfloch, war mit Watte verstopft wie im echten Hamsterleben. Während Christian Sutter vor dem verschlossenen Kunstkäfig die Gäste begrüßte und Peter Friese, Kurator am Bremer Neuen Museum Weserburg, Schamps künstlerisches Schaffen in den Zusammenhang der aktuellen Kunstszene einordnete, bewegte sich gelegentlich die Watte ganz leicht. Als die Redner geendet hatten, kroch der Künstler aus seinem Versteck, die Hamster-Performance war beendet,

der Erwartungshorizont war erfolgreich unterschritten

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2.
dokumentation einer
schampaktion
in neukölln/gropiusstadt


DER MYTHOS-GRILL
SEKTION GROPIUSSTADT

Matthias Schamp eröffnete für eine Woche seinen virtuellen
„Mythos-Grill“ / Berlin-Gropiusstadt. In dieser Zeit verteilte er an 14.000 Haushalte Handzettel, ähnlich den Offerten von Imbissen.
Das Angebot der „Maritimen Woche“:
ein Fischstäbchen.
Das Fischstäbchen ist in seiner durch die maschinelle Herstellung bedingten rechteckigen Form, ein Kommentar zur Architektur des Stadteils.



matthias schamp / mythos grill


matthias schamp / mythos grill



Einbettung der SchampAktion
in die Aktivitäten der
'Areale Neukölln'


(SehrKurzfassung)

Das Erscheinungsbild öffentlicher Räume ist den Anwohnern und Passanten vertraut.
Plätze, Wege und Parkanlagen verändern sich in der Regel nicht mehr, wenn ihre Gestaltung abgeschlossen ist.
Die Kunstprojekte, die im Rahmen der Areale Neukölln realisiert werden, sind unmittelbar im öffentlichen Raum erfahrbar. Wahrnehmung wird irritiert, indem sie die allzu bekannte Umgebung temporär verändert.

Ab Mitte der 80er Jahre wird mit Kunst experimentiert, die sich nicht mehr kommentarlos in das vorhandene Stadtbild einfügt, sondern bewußt mit einem konkreten Ortsbezug arbeitet.
So finden wir „Site-specific sculptures“, Kontextkunst, Kunst mit kommunikativen und interaktiven Ansätzen. Jüngste Entwicklung „Kunst als Dienstleistung“.
Gemeinsames Ziel: „Blickschärfung“ für ästhetische, historische und soziale Phänomene.

Warum Kunst in Neukölln?
Hier findet zeitgenössische Kunst ... ganz anders als in den „einschlägigen“ Bezirken Mitte, Charlottenburg und Prenzlauer Berg ... wenig Beachtung. Um den Gründen dafür auf die Spur zu kommen, muß man die Tatsache sehen, daß Neukölln hinsichtlich seiner Sozialstruktur der schwierigste Berliner Bezirk ist.
Den geringen Zugang der Neuköllner Bevölkerung zu bildender Kunst mit Desinteresse zu begründen, wäre ein fatales Mißverständnis. Es sind vielmehr die höchst problematischen Lebenswelten. Künstlerische Arbeiten, die in der Öffentlichkeit und nicht in den „heiligen Tempeln“ der Kunst realisiert werden, können die Schwellen der Annäherung verringern. Sie bieten - über den eigentlichen Anlaß hinaus die Chance zum Dialog.

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3.
dokumentation
einer schampaktion
in weilheim

dogmatic dog magazine
ist eine zeitschrift für hunde.
thema der ersten ausgabe: der weilheim report

nach einem mathematisch begründeten system wurden in der ortschaft weilheim/teck flächendeckend geruchsstoffe von enten, fuchs, kaninchen und fasan ausgebracht.
auf diese weise entstand ein die gesamte ortschaft umfassendes olfaktorisches feld.

genannt
der weilheim-report:
die geometrisierung des riechens


matthias schamp / weilheim report

rezipient / weilheim






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