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2009/5


BERICHTE
ÜBER DAS ERLANGEN DER LEICHTIGKEIT/
GEDANKEN UND ZEICHNUNGEN VON
GÜNTER SPECHT


SEIT 1993








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heute

sagte ich mir

ach weisst du
wenn alle kunst machen
dann mach du doch ruhig was anderes

was eigenes



15.8.09








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versuchsanordnungen
an einem schönen sonntagmorgen



26.7.09








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relativ gute neue zeit
denn erinnere dich

du damals mit deinem faustkeil in der hand
mitten im wald

weit und breit keiner
der an allem schuld war

alles was schief lief
warst immer nur du

das kann man sich heute
gar nicht mehr vorstellen




17.8.09








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sommer

heute
sagte ich mir
lässt du neben den 32 anderen sachen
einfach mal den romantiker raushängen



15.8.09








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chinesen nehmen gern lustige posen ein
wenn sie sich fotografieren



14.8.09









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hlavatka

sinds socken wohl mit mohrenmuster
ist's ein verschwiegener schwanenteich
eine kohlart gar
die sich ins unaussprechliche flüchtet

wie mundflüssig dagegen
crema tonda
krimitzer dicke
grüne im schnee
teltower kleine

oder der
portugiesische warzenkönig

bei
trombo cococella v. trippa
ists endgültig musik
zu der sich ohr und zunge drehn

auch ich dreh mich
und heb das bein

sieh da

ein samenkatalog als tanzanleitung
dacht mirs schon immer
sah ich doch
die gärtner kreisen

die samenlisten in der hand



5.9.09








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wollte man als gebildet gelten

das trug man dann wie gehstock und hut
die götter stets im munde führend
vor langer zeit



heute ...
als sie hölderlin mit feuchtem auge
aus der handbibliothek entfernten
färbte sich der mythenhimmel schwarz

keiner erwähnt nun mehr
wer den gott des weines
an die gestade des ganges brachte

aber
wer wills auch noch wissen

götter götter götter götter

mein gott
muss das ein griechisches geschiebe
gewesen sein

damals

in tübingens gassen


8.9.09








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die augenblicke
suchen halt
vielleicht ein lächeln
zum verweilen

doch gleichgültigkeit
bar auf den hocker steigt
abweisend
das nackt geschlitzte kleid


15.9.09








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und was ist für dich noch erregend
in diesen tagen
erlebst du noch
was nie du sahst

spitzen deine ohren noch fremde weiten
deine nase flatternde wesen
jeder flügelschlag noch fremde noten
fremd die riesigen buchtungen
das muster
die ufer der farben

fremd wie rudis erster herbst





3.9.09










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den kopf unten bei den kräutern
und oben um den arsch fliegen die schwalben
das blau des himmels und die weissen wolken
kreischen mit ihnen um die wette

ideenstaus
können so natürlich nie entstehen

ok der arsch mag in dieser stellung
manchmal an blutleere leiden
aber der kopf
der kopf ist voll
voller ideen
und voller glückseeligkeit



24.8.09










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wenns dem glücksgefühl zum heulen ist

erzähl ihm vom treiben
die flüsse hinunter
die donau
zum meer
erzähl vom indenwellenrollen
versprech
gesammelte blätter
mit gleichen flecken
versprech
gespräche mit der nachtreklame
und wie schön es sich schläft
wenn sie blinkt
und wie schön es ist
zu erwachen

das glücksgefühl die augen noch geschlossen

lächelt





20.8.09







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nuckel schröder träumt vom fliegen



10.8.09








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foto g.specht 1968










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der kühlschrank leer
der stecker rausgezogen
kein krümel in den fächern
kein abdruck keine spur
als wenn sich ein zenbudist
einen raum zum meditieren
eingerichtet hätte

ein ort
zum nichtsdenken



7.8.09










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der lebensernst lauert
will aus uns kaninchen machen
sein böser blick solls richten

wir aber grinsen frech durch den zaun
drum seine absicht scheitert

knallt zwischen die lattenlücken
bleibt hängen
wie herbstlaub auf sinnloser jagd



30.7.09








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meditative zeichenübung

18.9.09








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man ass schweigend
der vorleser
reichte moderne lyrik
zu den gängen
raffiniert gestellte worte
deren inhalt nicht leicht durch die kehle rann
der häufige griff zum weinglas
verriet schwierigkeiten




24.9.09








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kann man sich in seiner eigenen erinnerung verirren/ hier der bericht über zwei menschen die genau dieses erlebten/ sie gelangten in gegenden die sie nicht mal in ihren kühnsten rückblicken betraten und fanden nicht wieder heraus/




23.9.09







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meditative zeichenübung

21.9.09








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heute morgen
nicht auferstanden

nur erwacht




27.8.09








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das rattenkastenhotel

17.9.09








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die anfänge der vernetzung
durch zurufen
bewährt
tausend aber tausend jahre
um tote winkel man die worte trug
ins letzte tal

29.7.09









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